Hime

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Hime, auch hime-gyaru (姫ギャル princess gal) oder hime-kei (姫系) war ursprünglich eine moderne Unterkategorie des japanischen Gyaru-Stils. Dieser Stil genießt vor allem bei Frauen in den Zwanzigern oder frühen Dreißigern Beliebtheit. Bekannt geworden ist er durch seine markante Kleidung, durch die pompösen Frisuren und durch das charakteristische Make-up.

Vergleich mit Lolita

Hin und wieder wird Hime auch mit Lolita in Verbindung gebracht, jedoch konnte sich Hime-Lolita (姫ロリ) aufgrund vielerlei Unterschiede nicht als gängiger Stil durchsetzen. Dies bringt jedoch Anhänger beider Stile nicht davon ab, es trotzdem zu kombinieren. In einem japanischen Wikipedia-Eintrag wird Hime-Loli als Unterstufe von agejo definiert, das wiederum eine Unterkategorie des japanischen Gyaru-Stils ist. Hime steht eigentlich nicht mit Lolita in Verbindung. Wenn man das Augenmerk auf japanische Hime-Gyarus richtet, fällt auf, dass einige früher auch Lolitas waren. Wenn man beide Stile betrachtet, wird daher Hime gelegentlich auch als die nächste Stufe nach Lolita betrachtet. Vor allem ältere Lolitas reizt der erwachsene Hime-Stil, da er einfacher im Alltag umzusetzen ist. Die japanische Lolita-Marke Angelic Pretty ist bei vielen Hime-Gyarus sehr beliebt. Der zu Hime-Gyaru ähnlichste Lolitastil ist Sweet Lolita.

Merkmale

Die wichtigsten Kleidungsstücke sind Kleider und Röcke. Hosen sind kein Tabu, aber sie kommen eher selten zum Einsatz. Als Farben werden vor allem Pastellfarben bevorzugt, es sind aber auch ausdruckstarke Farben, wie schwarz oder rot, vertreten. Die meisten Kleidungsstücke sind dezent mit Rüschen und Schleifchen verziert. Häufig anzutreffen sind neben künstlichen Fellen auch Leoparden-Prints, Blumen, Perlen und alles, was elegant und niedlich zugleich ist. Wichtig hierbei: Alles in Maßen.

Wo bei Lolita ein schlichtes Make-up das Outfit abrundet, ist bei Hime ein starkes Make-Up das A und O. Der Trick dabei ist, es trotzdem einfach wirken zu lassen. Makellose Porzellanhaut, stark akzentuierte Augen mit gigantischen falschen Wimpern, Locken, Locken, Locken (makigami 巻き髪). Typische Frisuren sind die Beehive-Frisuren (von engl. beehive "Bienenstock" im Japanischen morigami 盛り髪) verziert mit Accessoires wie Rosen, Haarreifen, Schleifchen oder einfach einer kleinen Tiara. Ungelockte Haare werden oft als nicht Hime akzeptiert. Da der Stil ursprünglich aus Japan kommt und Japanerinnern generell dunkle Augenfarben haben, tragen Hime-Gyaru oft Circle Lenses. Diese Art von Kontaktlinsen vergrößern optisch die Augen und gibt ihnen eine intensive Farbe.

Medien

Das beliebteste Hime-gyaru-Magazin ist das monatlich erscheinende Magazin Ageha. Andere Zeitschriften, die in Verbindung mit Hime-gyaru gebracht werden, sind neben Popteen noch jene wie Egg oder Ranzuki, die jedoch stark auf Gyaru ausgerichtet sind.

Kritik

Hime ist oft umstritten, wenn es um die Ursprungsform geht: Agejo. Agejos gibt es seit ca. 2006 und sie entstanden durch die Zeitschrift Ageha, die zunächst hauptsächlich Models präsentierte, die als Hostessen arbeiten. Dieser Stil regte eine Vielzahl junger Mädchen dazu an, ebenfalls sexy Kleidung, aufwendige Frisuren und atemberaubendes Make-up zu tragen. Weiterhin wird den Hime-Gyarus oft nachgesagt, sie wären durch dass ihre Bedachtheit auf Äußerliches oberflächlich, ihre Kleidungssucht mache sie materialistisch und durch das starke Make-up wirken sie künstlich.

 


Kategorien: Modestil