Corsage


Eine Corsage ist einfach und schnell gemacht. Außerdem braucht man dazu nicht unbedingt eine Nähmaschine, weil viel per Hand gearbeitet wird. Deswegen ist es eins der besten Einsteige-Projekte für Anfänger.
Nur beim Kauf der Rosen sollte man eins beachten; sie sollten qualitativ gut aussehen, denn die Rosenblüten sind das Herzstück einer Corsage.

Maße

  • Höhe: ca. 14 cm
  • Breite: ca. 15 cm

Zutaten

Foto 2338 von quini
  1. ca. 10 cm x 7 cm Vlieseline
  2. 3 mittelgroße Rosenblüten
  3. runde Perlen und Perlentropfen
  4. 35 cm x 4 cm Stoffspitze
  5. 27 cm x 17 cm Baumwollstoff (besonders für Reststoffe geeignet)

Anleitung

1. Zuschnitt

Als erstes wird das Basisteil, das als Unterlage für die Corsage dient, benötigt.
Foto 2339 von quini
Das oben gezeigte Bild ist die Schnittvorlage von der Basis, die Zahlen sind ohne Nahtzugabe zu verstehen.
Dann brauchen wir noch die Teile von den beiden Schleifen und das Knotenband.
Aufgezählt sind es:

  • zweimal eiförmige Basisteile
  • einmal 3,5 cm x 5 cm Knotenband
  • einmal 32 cm x 10 cm Schleifenstück (große Schleife)
  • einmal 26 cm x 7,5 cm Schleifenstück (kleine Schleife)
Foto 2340 von quini
Zuletzt wird auf der linken Seite der beiden Basisteile die Vlieseline aufgebügelt.

2. Nähen

Man näht die beiden eiförmigen Basisteile rechts auf rechts aufeinander, dabei lässt man am rundem Ende ein ca. 4 cm breite Lücke übrig. Durch diesen Spalt wenden wir die Unterlage auf die richtige Seite und schließen danach die Lücke vollständig.
Als nächstes nehmen wir eins der Schleifenteile vor. Dazu faltet man die beiden, schmaleren Enden des Stückes zur Mitte hin, wobei ein Ende das andere überlappt. Die innere Seite ist die rechte Stoffseite und die Seite, die jetzt nach außen zeigt, ist die linke Seite.
Man näht die noch offenen Seiten des gefalteten Rechtecks zu (sh. Bild Nr. 2) und wendet das Stück durch den Spalt an den überlappenden Enden hindurch. Dasselbe wird auch an dem anderem Schleifenteil gemacht
Es fehlt noch das Knotenband. Das wird einfach längs gefaltet, die rechte Seite außen, und die offene Kante mit schmalem Zickzackstich vernäht.
Foto 2341 von quini
Nun sollten wir vier Stücke vor uns haben: Knotenband, kleine Schleife, große Schleife und das Basisteil (Bild Nr. 3).
Damit wären wir mit der Nähmaschine fertig und ab jetzt ist Handarbeit gefragt.

Die geraden Enden der Stoffspitze schneiden wir bogenförmig zu (sh. Bild Nr. 4), damit lässt es sich einfacher an das Basisteil annähen, so dass die schöne Bogenkante auch genau am Basisteil anfängt.
In etwa auf der halben Höhe der Unterlage heften wir mit Nadeln die beiden Spitzenenden an den Basiseiten und die Spitzenmitte oben auf das runde Ende. Dann näht man per Hand die Spitze in Rüschen an den Stoffrand entlang an.
Die beiden Schleifenstücke falten wir erstmal grob zu Schleifen zusammen und fixieren es schnell mit dem Faden. Dann legen wir die kleine Schleife etwas nach unten versetzt auf die größere und binden um die beiden das Knotenband fest, das Band ebenfalls mit einem Faden zusammennähen.
Foto 2342 von quini
Jetzt haben wir noch drei Stücke vor uns liegen: die Unterlage mit der Spitze dran, die zusammengesetzte große Schleife und die Rosen.

Man nehme die Schleife und nähe es am unteren, spitzen Ende der Unterlage fest.
Foto 2343 von quini

Nun sind die Rosen dran. Zunächst ordnet man sie grob auf das Basisstück an und überprüft welche Anordnung am besten ist. Wenn es gut ausschaut, näht man die Blüten nacheinander an. Das kann mitunter etwas schwierig werden, entweder die Nadel lässt sich schwer durch die Rosen stechen oder man kommt am Ende hin schwieriger an die Stellen, die man annähen möchte.
Ist dies nun auch geschafft, werden die Perlen noch angenäht.
Dabei über dem Schleifenknoten die Perlenfäden annähen. Zuerst wird der Faden am Stoff befestigt, dann zieht man die runden Perlen auf den Faden, solange bis die gewünschte Länge erreicht ist. Auf den runden folgt die tropfenförmige Perle und nach dieser noch eine runde. Diese letzte runde Perle wird nochmals mit dem Faden durchzogen und zwar durch dieselbe Seite wie beim ersten Mal, damit bindet man es an den Faden.
Jetzt einfach durch alle aufgefädelten Perlen zurück gehen, am Anfang angekommend nochmals alles straffziehen und den Faden festknoten. Dasselbe macht man bei den anderen Perlenschnüren.

3. Abschluß

Um es ins Haar stecken zu können kann man verschiedene Methoden anwenden.
Man nimmt einen Steckkamm und näht diese an der Rückseite fest oder man nimmt eine größere Haarspange oder man näht kleine Schlaufen auf der Rückseite, durch die man Haarnadeln ziehen kann.
Fertig ist der Headdress.
Foto 2344 von quini

Varianten

  • keine Schleifen benutzen. Dann braucht man kein eiförmiges Basisteil, sondern ein rundes.
  • andere, weitere Deko-Elemente benutzen wie Silberschmuck, Kreuze, Blätter, etc.

So eine Corsage ist sehr wandlungsreich, lasst euch einfach was einfallen.

Viel Spaß beim Nähen und Tragen!
Fragen oder Kommentare bitte an Quini schicken, danke.


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