High Waist-Mantel


Zur kalten Jahreszeit benötigt man unbedingt einen Mantel. Wie wäre es also mit einem High Waist-Mantel zum Selbernähen?
Dieses Modell ist auch geeignet um es zu einer Hose zu tragen und damit auch bequem für den normalen Alltag nutzbar.

Ich empfehle diese Anleitung nur Fortgeschrittenen und Profis, denn das Einsetzen des Futters und all die anderen Schwierigkeiten setzen ein gewisses Maß an Können und sorgfältiges Arbeiten voraus. Deswegen werden hier einzelne einfache Schritte übersprungen oder nur genannt ohne weitere Erklärungen.
Leider gehört das Nähen eines Mantels zu den kompliziertesten und schwersten Sachen überhaupt.

Der Mantel passt etwa einer 36/38, aber hier nochmals alles im Detail
(Bitte, denkt dran, dass zwischen Mantel und Körper ca. 3-5 cm Luft sein sollte.
Damit ihr auch was drunter, wie z.B. ein Pullover oder ein Kleid, tragen könnt.):

Maße

  • Gesamtlänge (von der Schulter bis zum Saum): 98 cm
  • Länge des Oberteils (von der Schulter bis zum High Waist): 33,5 cm
  • Länge des Unterteils (ab High Waist): 65 cm
  • Oberweite: 98 cm
  • High Waist-Umfang: 85 cm
  • Ärmelumfang: ca. 35 cm
  • Ärmellänge: ca. 62 cm
  • Manschettenumfang: 27 cm
  • Schulterweite: ca. 35 cm

Zutaten

Foto 3610 von quini
  1. 280 cm x 150 cm Mantelstoff
  2. 280 cm x 150 cm Futterstoff
  3. Vlieseline
  4. 8 Knöpfe, ca. 3 cm Durchmesser (nicht mit auf den Bild)
  5. ca. 15 cm lange, dicke Kordel (nicht mit auf den Bild)
  6. einen kleineren Haken (nicht mit auf dem Bild)

Anmerkung:

Die Stoffe sollten zusammen schon einiges an Gewicht und Stärke haben, damit der Mantel auch richtig fällt und einen auch warm halten.
Der Garn sollte für dickere Stoffe geeignet sein und die Nähmaschine muss in der Lage sein auch durch dickeren Stoff bzw. durch viele Lagen ohne Probleme nähen zu können.
Mit Futterstoff ist nicht unbedingt der allgemein gängige Futterstoff gemeint.
Sollte der Oberstoff relativ dünn ausfallen, ist ein ebenfalls dünner Futterstoff nicht gut geeignet. Orientiert euch am besten an andere Wintermäntel, die schon im Haushalt sind oder in den Läden stehen.

Anleitung

1. Zuschnitt

Als erstes braucht ihr die Schnittvorlagen für den Oberstoff, den Futter und des Besatzes.
Schnittvorlage für den Oberstoff
Foto 3597 von quini Foto 3598 von quini Foto 3593 von quini Foto 3596 von quini

Schnittvorlage für den Futter
Foto 3595 von quini

Schnittvorlage für den Besatz
Foto 3594 von quini

Die Zeichnungen sind nur schematische, sie geben nicht die korrekte Proportionen der Schnittteile wieder.
Bei den Rundungen reicht es, wenn man relativ den aus der Vorlage angleicht. Geringe Abweichungen in der Form sind nicht tragisch.
Beim Übertragen auf Papier sollte man genau achten, dass die Ansatzstellen der einzelnen Teile auch wirklich übereinstimmen.
Auch zu achten ist, dass die Rundungen, wie z.B. von Halsausschnitt und Kragenlänge, zu einander passen.
Ist das geprüft, kann man ans Schneiden gehen.
Dabei wird überall eine Nahtzugabe von 1,5 cm zugegeben, außer an dem Mantelsaum, am Ärmelende und Knopfleiste, dort wird 5 cm zugegeben.
Die Knopfleiste befindet sich an den vorderen Teilen des Oberteils und Unterteils, da wo "Mitte" in der Vorlage steht.
Die Teile vom Besatz werden aus dem Oberstoff ausgeschnitten und Zahlenwerte sind schon inkl. Nahtzugabe. Bei dem Futter sind nur die vorderen Partien abgebildet, die hinteren Teile und Ärmel sind gleich den aus dem Oberstoff. Bei ihnen gibt man überall nur 1,5 cm Nahtzugabe bei.
Am Ende sollte man 12 Teile für den Oberstoff haben, 8 für den Futter und 3 für den Besatz.
Foto 3585 von quini Foto 3586 von quini
Die Teile für den Oberstoff bestehen aus:

  • einmal hintere obere Partie (Bild Nr.1, links oben)
  • zweimal vordere obere Partie (Bild Nr.1, links unten)
  • zweimal Ärmel (Bild Nr.1, rechts)
  • einmal hintere untere Partie (Bild Nr.2, oben links)
  • zweimal vordere untere Partie (Bild Nr.2, oben rechts)
  • zweimal Kragen (Bild Nr.2, Mitte)
  • zweimal Kragenband (Bild Nr.2, unten)
Foto 3587 von quini
Die Teile für den Besatz bestehen aus (Bild Nr.3):
  • einmal hinten (links)
  • zweimal vorne (2te von links)
Foto 3588 von quini
Die Teile für den Futter bestehen aus (Bild Nr.4):
  • einmal hinten untere Partie (oben rechts)
  • zweimal vordere untere Partie (oben links)
  • einmal hintere obere Partie (Mitte links)
  • zweimal vordere obere Partie (Mitte rechts)
  • zweimal Ärmel (unten)

Dabei sind die Teile von hinterer Oberteil, hinterer Unterteil (beides auch beim Futterstoff), Kragen und hinterer Besatz im Stoffbruch zugeschnitten. Der Stoffbruch befindet sich an der Seite mit dem roten Pfeil des Fadenlaufs.
Außerdem schneidet man die dekorativen Elemente des Mantels noch aus.
Zweimal 23 cm x 8 cm Rechtecke mit gerundeten Ecken und einen 95 cm x 5 cm langen Streifen, alles schon inkl. Nahtzugabe (Bild Nr.3, rechts).
Zuletzt bügeln wir die Vlieseline auf und zwar auf die Kragenteile, Kragenbandteile, die vorderen Besätze, das Deko-Element mit den gerundeten Ecken und auf die Säume der unteren Mantelpartie, sowie die Ärmelenden.
An den Säumen an untere Mantelpartie und Ärmel, geht man wie folgt vor.
Man schneidet 5 cm breite Streifen aus und bügelt es, wie auf Bild Nr.5 zu sehen ist, auf.
Foto 3576 von quini
Auf den roten Bereich soll die Vlieseline aufgebügelt werden, wobei 1 cm über den weißen Strich hinausgeht. Entlang diesen weißen Strich denn Stoff mit der Vlieseline ordentlich umbügeln, so dass einigermaßen eine sichtbare Faltkante ensteht.
Das wird später die Arbeit beim Wenden vereinfachen, dasselbe macht man auch an den Ärmeln.

Tipp:
Anstatt mit normaler Vlieseline kann man auch mit Kantenband aus Vlieseline arbeiten, das dafür besonders geeignet ist. Sie sind speziell geformt um das Umknicken an einer Linie zu vereinfachen.

2. Nähen

Anmerkung:
Alle gemachten Nähte werden ordentlich auseinander gebügelt, bevor es weiter geht, ebenso die Einfaltungen am Stoff.
Außerdem muss man immer wieder die einzelnen Teile abgleichen, dass sie immer exakt aufeinander fallen.
Ich spreche hier im Speziellen das Abgleichen zwischen Oberstoff und Futter, dazu gehören die Nähte und besonders wichtig bei denen, die sehr eng aneinander liegen wie z.B. der gesamte Kragen.
Falls dies nicht der Fall ist, muss man den Unterschied angleichen, indem man den überschüssigen Stoffrest abschneidet (bei dem Kragen) bzw. auftrennen und neu vernähen (bei Nähte). Häufiges Zusammenheften und Nachmessen ist sehr wichtig und je öfter, desto besser ist es. Am besten immer nach jeder größeren Veränderung einmal abgleichen.
Besonders vor schwierigen Angelegenheiten ist das ein Muss!
Erwartet nicht, dass ihr in einem Rutsch durchnähen könnt.
Jede macht Fehler oder näht zu ungenau, so dass man es immer wieder verbessern muss.

Fangen wir zuerst mit den Abnähern am Oberteil an.
Dazu falten wir den entlang der Mittellinie des Abnähers den Stoff um, wobei die linke Seite außen liegt (Bild Nr.6). Man näht entlang der aufgezeichneten Linie (in der Vorlage die grüne), dadurch haben wir einen Keil weggenommen und aufgefaltet und von rechts schaut es wie in Bild Nr.7 aus.
Foto 3577 von quini
So geht man mit allen 4 Abnähern vor.
Dann näht man die Einfaltungen im Unterteil ein.
Dazu faltet man zuerst entsprechend der Vorlage die Falten ein, dabei zeigen die Faltlaschen immer von der Mitte weg.
Die Laschen werden dann gut festgesteckt wie auf Bild Nr.8 (dort nur eine vordere Partie zu sehen). Man näht dann die Falten entlang der Kante fest, wie die roten Linien anzeigen. Die äußerste der 3 Falten wird 7 cm festgenäht, die mittlere 10 cm und die innerste 15 cm. Es sollte nachher wie auf Bild Nr.9 ausschauen.
Foto 3578 von quini
Dasselbe dann auch an der anderen vorderen Mantelpartie. Kurz gesagt, werden die Falten von innen nach außen immer weniger angenäht.
Die Falten an der Rückseite werden ebenfalls genäht, wobei aber die Längen anders sind als die von der Vorderseite, siehe dazu Bild Nr.10.
Sind die Falten fertig, näht man die einzelnen bis jetzt bearbeitenen Teile zusammen, so dass man diesen Grundkörper zusammen hat:

Foto 3589 von quini

Jetzt wenden wir uns dem Futter zu.
Hier geht man mit den Abnähern und Einfaltungen genauso vor wie eben, nur unterscheidet sich hier das Annähen des Besatzes.
Für den Rückenbesatz schlägt man zuerst daran die Nahtzugabe an der unteren Seite um (Bild Nr.12) und bügelt es ordentlich an.
Dann legt man es passend auf der rechten Seite des Rückenteils an und steppt es an der unteren Kante fest (Bild Nr.13).
Die Futterteile vom Grundkörper kann man schon zusammen nähen. An der Vorderseite steppt man an der ganzen Länge entlang den Besatz an (Bild Nr.14).
Foto 3579 von quini

Wechseln wir zum Kragen.
Als erstes näht man an dem Kragen den Kragenband an, das Band befindet sich mittig am Kragen und zwar rechts auf rechts (Bild Nr.15).
Das Ganze zusammensteppen und man geht ebenso bei der anderen Hälfte vor.
Man näht das Gebilde an der neuen unteren Seite am Halsausschnitt des Grundkörpers an (Bild Nr.16). Dabei sollte links und rechts vom Kragen noch ca. 4 cm vom Grundkörper über stehen.
Foto 3580 von quini
Die eine Seite des Kragens ist am Oberstoff und die andere Hälfte am Futterstoff. Beim Annähen am Futterstoff steppt man zwischen Halsausschnitt und Kragenband die schwarze Kordel mittig mit, so dass eine kleine Schlaufe zum Aufhängen entsteht. Das Futter sollte nun so ausschauen:

Foto 3590 von quini

Jetzt kommen die Ärmel dran und wir beginnen mit denen aus Futter.
Zuerst näht man an der Rundung oben 2 Rüschennähte zum Zusammenziehen (Bild Nr.18). Die Nähte sind von den Außenkanten ca. 15 cm entfernt, aber etwas mehr oder weniger macht aus nichts aus.
Foto 3581 von quini
Dann steppt man die Teile zu Ärmel zusammen (Bild Nr.19), aber eins der Ärmel schliesst man nicht vollständig zusammen.
Man näht nur an den Enden ca. 13 cm zusammen und lässt in der Mitte den Spalt offen. Durch den Loch werden wir später den gesamten Mantel wenden.
Man rüscht den oberen Teil ein wenig zusammen, so dass der Umfang des Ärmels mit dem der Armkugel am Grundkörper übereinstimmt.
Beides feststecken und annähen. Das Gleiche geschieht mit den Ärmeln aus dem Oberstoff, natürlich ohnen einen Spalt zu lassen, und sollte am Ende so aussehen:
Foto 3591 von quini

Als nächstes näht man ein dekoratives Element an den Mantel an. Dazu nehmen wir den 95 cm langen Streifen und falten die Nahtzugaben an den langen Seiten nach hinten und bügeln es an, so dass es nur noch etwa halb so breit ist wie zuvor.
Diesen Streifen legen wir mittig auf die Nahtlinie zwischen Oberteil und Unterteil auf und steppen es entlang der Kanten darauf fest (Bild Nr.21).

Beide Grundkörper aus Oberstoff und Futter sind nun komplett und müssen nun zusammen gesteppt werden.
Dafür legen wir beide rechts auf rechts aufeinander, stecken die Kanten beider am Kragen, Knopfleiste und Mantelsaum zusammen und nähen daran einmal rundherum fest.
An den Ecken von der Knopfleiste näht man kleine Schrägen rein, sprich nicht einfach mit der Maschine eine Ecke formen, sondern schräg dazu etwa 2 Stiche davon abweichen (sh. Bild Nr.25).
Besondere Vorsicht sollte man beim Übergang von Kragen zu Mantel walten. Die Naht muss, wenn es vom Kragen abkommt, exakt in eine Linie mit der Naht vom Kragen und Mantel, was schon da ist, weiter gehen (sh. Bild Nr.25).
Am einfachsten ist, wenn ihr die Nahtzugaben vom Kragen einfach an der Stelle nach oben klappt, damit ihr die wichtige Naht auch sehen könnt. Ihr werdet später sehen, warum das so wichtig ist.
Ist das geschafft, kümmern wir uns um die Ärmeln.
Der Mantel liegt weiterhin mit der linken Seite nach außen vor uns und achten drauf, dass die Ärmel auch nach außen gestülpt sind und nicht im Innern liegen.
Wir nehmen von der einen Seite beide Ärmel und krempeln vom Futterarm das Ende etwa 15 cm hoch (Bild Nr.22).
Dann stülpt man den Futterarm von vorn in den anderen Arm hinein (Bild Nr.23 und 24), so dass die Kanten beider Ärmeln genau aufeinander anschliessen und die Stoffseiten rechts auf rechts liegen.
Foto 3582 von quini
Bitte aufpassen, dass die Ärmeln nicht dabei verdreht werden oder man irgendwie doch die Seiten vertauscht!
Nun näht man am zusammengestülpten Ärmelende beide zusammen und wiederholt das nochmals am anderem Arm.
Bevor wir das Ganze nun umkrempeln können, schneiden wir in der Nahtzugabe am Kragen Keile heraus, dort wo es gekrümmt ist, und an den Ecken der Knopfleiste die Spitzen weg (Bild Nr.25). Außerdem muss in der Ecke, wo Kragen und Mantel treffen, einen kleinen Einschnitt gemacht werden (sh. rote Linie in Nr.25).
Foto 3583 von quini

Probehalber zieht man nun durch den Spalt im Ärmel den Kragen durch und schaut, ob es sich nirgendwo verzieht, staut oder sonstwie sich nicht ordentlich hinlegen/zurecht falten lässt.
Sollte es dennoch der Fall sein, muss man entweder weiter in die Nahtzugabe einschneiden oder die Nähte verbessern.
Ist alles aber in bester Ordnung, dann stülpt man es wieder zurück in Ausgangsposition, sprich den Kragen wieder durch den Spalt auf links.

Dann schiebt man den Kragen von oben einfach ein bisschen in den Mantel hinein, so dass die Nähte zwischen Kragen und Kragenband auf eine Höhe befinden und beides zusammenfassen kann.
Man näht die Nahtzugaben beider Seiten an der eben genannten Naht mittig vom Ausschnitt zusammen, so dass Oberstoff und Futterstoff daran zusammenhängen. Der Kragen wird dann noch was weiter hineingeschoben bis die Nähte zwischen Kragenband und Mantel auf eine Höhe sind und diese auch an der Nahtzugabe zusammen nähen.

Jetzt wird der Mantel vollständig durch den Spalt im Ärmel gewendet, was einiges an Vorsicht benötigt
Fertig gewendet, sollte nachgeprüft werden, ob alles soweit in Ordnung ist. Kein Verziehen, kein Verheddern, usw.
Der untere Saum an Mantel wird nun einige cm nach innen umgestülpt bis die vorher eingebügelte Kante (sh. Vlieseline einbügeln) die neue Saumlinie bildet.
Auch der Ärmelsaum wird nach innen gefaltet bis die eingebügelte Falte erreicht wird.
Alles gut einbügeln und/oder sicherheitshalber feststecken.
Durch den Spalt greifen wir nämlich von innen den Mantelsaum und holen es wieder nach außen. Aber nur die Stellen, wo die einzelnen Nähte vom Futter auf den Saum auftreffen.
Dort nämlich fixieren wir mit dem Faden die Nahtzugabe vom ursprünglichen Saum mit den Nahtzugaben von den Futternähten fest (Bild Nr. 26).
Dadurch sorgen wir, dass die Einstülpung eben auch so bleibt und der Futter möglichst unten nicht hervorschaut.
So geht man an allen Stellen vor und auch die Ärmeln werden so befestigt an der Seitennaht.
Dazu näht man noch die Nahtzugaben von Oberstoff und Futter an den Naht zwischen Ärmel und Mantel zusammen, zwar einige cm oben und unten, und auch die Nahtzugaben an der Stelle zwischen dem Manteloberteil und -unterteil (da wo vorher der eine Deko-Element aufgenäht wurde). Einmal hinten entlang und zwischen Knopfleiste und Seitennaht des Mantels auf beiden Seiten festnähen. Wenn es geht, am besten ganz rundherum nähen.

Somit sollte das Futter genügend gegen das Verrutschen gesichert sein und man kann, nachdem man alles wieder richtig gekrempelt hatte, den Spalt im Ärmel schliessen.
Einfach die offenen Seiten zusammenheften und zusammensteppen (Bild Nr.27). Dabei aufpassen, dass man nicht den Oberstoff mitnimmt.
Foto 3584 von quini
Danach den Kragen und die Knopfleiste rundherum nah an der Kante absteppen.

Fehlt noch das letzte Deko-Element im Rücken.
Die Rechtecke mit den gerundeten Ecken rechts auf rechts zusammennähen, dabei eine kleine Lücke noch lassen. Durch diese Lücke wenden, die Lücke schliessen und zweimal drumherum absteppen.
Es hinten, wie auf Bild Nr.28 zu sehen ist, mit 2 Knöpfen am Mantel befestigen.

3. Abschluß

Es fehlen nur noch die Knöpfe und der Haken als Zusatzverschluss.
An der rechten Knopfleiste 6 horizontale Markierungen anbringen, die ca. 1 cm länger sind als der Durchmesser der Knöpfe. Der oberste Knopf sollte nah am Halsausschnitt sein, während der letzte einen größeren Abstand zum Saum haben sollte als der zwischen den Knöpfen (Bild Nr.29).
Außerdem sollte kein Knopf direkt an der Nahtstelle zwischen Oberpartie und Unterpartie befinden.
Foto 3592 von quini
Bei den Markierungen die Knopflöcher machen und auf der anderen Seite dementsprechend die Knöpfe annähen.
Zuletzt den kleinen Haken auf der rechten Seite unterhalb der eben genannten Nahtstelle annähen und auf der anderen Seite mit dem Faden eine solide Schlaufe zum Einhaken fertigen.

Anmerkung:

Im alltäglichen Gebrauch habe ich festgestellt, dass ich den letzten Knopf überhaupt nicht schließe. Daher könnt ihr anstatt 6 auch nur 5 Knöpfe annähen, wenn es euch beliebt.

Zuletzt überall noch ordentlich drüberbügeln und damit sind wir (endlich) fertig mit dem Mantel! Dazu schaut es so getragen aus. (Ich bin nebenbei nur 1,50 m groß.)
Foto 3575 von quini Foto 3685 von quini


Diesmal habe ich auf Variationsvorschläge verzichtet, weil allein das Nähen eines so verhältnismäßig schlichten Mantel schon schwer genug ist.
Auch das Ändern des Schnittes bezüglich an Länge und Breite ist zu umfangreich, als dass ich es in wenigen Sätzen erklären könnte.

Viel Spaß beim Nähen und Tragen!
Fragen oder Kommentare bitte an Quini schicken, danke.


Kategorien: Nähanleitung Kleidung