Ribbon Headdress


Was ist eine Lolita ohne einen hübschen Headdress?
Also stell ich hier eine Anleitung rein, wie man eine Schleife selber nähen kann.
Allzu schwer ist es nicht, nur sollte man am besten schon etwas mit der Nähmaschine geübt sein, von daher auch für Anfänger geeignet.

Maße

  • Weite: 24 cm (Schleifenband), 18 cm (Schleife)
  • Breite: 9 cm (Schleifenband), 8 cm (Schleife)
  • Knotenbreite: 2 cm
  • Höhe: ca. 2 cm (am Knoten)

Zutaten

Foto 996 von quini
  1. Satinband 1,5 cm x 130 cm
  2. Satinband 0,5 cm x 20 cm
  3. Durchzug-Klöppelspitze ca. 2 cm x 20 cm
  4. Spitze (Tüll, Klöppel, etc .. je nach Wahl) ca. 1 cm x 240 cm
  5. Stoff (die Werte gelten als Mindestmaße) 20 cm x 70 cm

Tipp:

Punkt 2, 3 und 5 kann man gut aus Resten verwerten, wenn man was von anderen Projekten übrig hat. Beim Stoff muss man vor allem drauf achten, dass man die zugeschnittenen Rechtecke auch in den erforderlichen Maßen erhält (dazu später mehr).
Wenn ja, braucht man sich nicht an meine vorgegeben Zahlen zu halten.

Teuer ist das nicht! Einige Sachen kann man wieder verwerten und neu kaufen muss man eigentlich nur die 1cm breite Spitze, das Satinband zum Umbinden und notfalls noch ein wenig Stoff.
Zusammen macht das sicher nicht mehr als 7-10 Euro.

Anmerkung

Meine Ribbon-Version ist nicht so groß, wie es üblicherweise bei den Labels wie Angelic Pretty oder Baby, the stars shine bright vorzufinden ist. Mit dieser kleineren Größe kann man das Headdress auch seitlich am Kopf tragen und nicht nur mittig oben auf.
Falls euer Stoff relativ dünn ist, müsst ihr es noch vorher mit Vlieseline verstärken, damit die Schleife auch die Form behält und nicht schlaff hängt.

Anleitung

1. Zuschnitt

Foto 995 von quini

Wie oben genannt, sollte man am Ende 5 Rechtecke vor sich liegen haben.:

  • 2 Stück mit 26 cm x 9 cm (Schleifenband),
  • 1 Stück mit 10 cm x 5 cm (Knoten) und
  • 2 Stück mit 38 cm x 8 cm (Schleife),

alles mit Nahtzugabe inklusive.

Zu beachten ist, dass der Fadenlauf (= Webrichtung der Fäden, ist immer parallel zu den Webkanten) nicht quer durch die Rechtecke gehen.

2. Nähen

Zu Anfang kommt die Schleife dran und dazu wird als erstes die 1 cm breite Spitze aufgenäht.
Man schneidet davon 2mal 72 cm ab und steckt sie jeweils auf eine Längsseite eines Schleifen-Rechtecks (rechte Seite) fest. Dabei wird sie da schon möglichst in Abständen gerüscht geheftet und die schöne gebogene Seite der Spitze nach innen gerichtet(Bild 1).

Foto 990 von quini

Dann steppt man alles fest, so dass man 2 gerüschte Spitzenbahnen erhält.
Als nächstes nimmt man den zweiten Schleifen-Teil und näht das auf dem Vorbereiteten rechts auf rechts. Am einfachsten ist es, wenn ihr das Teil mit den Rüschen oben liegen habt, dann braucht ihr nur der vorhandenen Naht mit der Maschine zu folgen.
Die kurzen Seiten bleiben noch offen, so erhaltet ihr einen Tunnel, der auch gewendet wird.
Wenn die Rüschen so geworden sind wie sie sein sollten, muss man noch kurz die Ränder absteppen.
Einfach eine Naht knapp vor den Rüschen nähen und dabei möglichst den Stoff spannen, damit keine Dellen oder Falten eingenäht werden.
Als letztes wird die Bahn zu einem Ring geschlossen. Dabei beide Enden jeweils 1 cm übereinander legen und mit knappen Zickzackstich versäubern(Bild 2).
Nun sollte die Schleife so aussehen:
Foto 997 von quini

Jetzt folgt das Schleifenband.
Man schneidet die Durchzugsspitze und auch das 0,5 cm breite Satinband in 2 Hälften und fädelt das Band jeweils durch die Spitze durch (Bild 3).
Foto 991 von quini

Diese dann auf ein Schleifenband-Rechteck auf der rechten Seite anbringen und zwar 4 cm vom schmalen Ende entfernt (Bild 4), eins vor jedem Ende.
Nun wird auf dem anderem Schleifenband-Teil die 1 cm breite Spitze gerüscht aufgenäht. Die restliche Spitze in 2 Hälften schneiden und fast genauso vorgehen wie bei der Schleife, nur werden die Enden der Spitzen nach außen hin gebogen/eingefaltet, wie auf Bild 5 zu sehen ist.
Foto 994 von quini

Alles festrüschen, umwenden und absteppen, diesmal werden die offenen Enden vorher 1 cm nach innen eingestülpt und man steppt ganz herum (Bild 6).
Man sieht, dass die Rüschen kurz vorm Ende einen schönen Bogen nach innen gehen wegen der beschriebenen Maßnahme.

Noch den Knoten-Rechteck links auf links mit schmalem Zickzackstich festnähen und zwar möglichst nah am langen Rand, so erhält man einen länglichen, schmalen Tunnel.
Alle 3 Teile sind fertig erstellt (Bild 7) und ab jetzt ist Handarbeit angesagt.
Foto 993 von quini

Der Schleifenteil wird zuerst grob vorgeformt um dann mit dem Faden festgenäht zu werden, einfach paar Mal durch die Mitte hindurch ziehen und zuknoten.
Jetzt legt man den Schleifenband um den Schleifenmittelpunkt, wobei unten der größte Anteil gefaltet wird, wieder alles festmachen, sodass nix verrutschen kann (Bild 8). Knotenband fest um die Mitte binden, hinten ein Ende einschlagen und festnähen.
Aber drauf achten, nicht den gesamten hinteren Bereich mit Fäden durchzuziehen. Man muss zwischen Schleife und Knoten noch ein Satinband zum Umbinden durchziehen können.
Eine Stecknadel durch das eine Ende vom Satinband stecken und damit durch den freigelassenen Spalt durchziehen, alles ein wenig zurechtzupfen und hinbiegen.

Fertig ist der Ribbon!
Foto 992 von quini

Tipp:

Zum einfacheren Tragen und gegen das Verrutschen empfehle ich einen Haarclip ebenfalls durch den Spalt hindurch zu schieben, damit kann man es sicher ins Haar fixieren.
Foto 998 von quini

Viel Spaß beim Nähen und Tragen des Headdress!
Fragen oder Kommentare bitte an Quini schicken, danke.


Kategorien: Nähanleitung Accessoire