Wrist Cuffs


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In diesem Tutorial wird eine einfache Methode erklärt, wie man sich Wrist Cuffs nähen kann. Die Grundform ist wirklich einfach zu nähen, und durch verschiedene Materialien und Dekorationen kann man sie nach Belieben abwandeln.
Da ich selbst Anfänger bin, was das Nähen betrifft, hoffe ich, dass ich alles verständlich erklären kann und keine falschen Begriffe verwende. ^^"

Ihr benötigt:

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  • Eine Nähmaschine
  • Spitze(*) oder Rüschen
  • Gummiband
  • Satinband (etwas breiter als das Gummiband)
  • Perlen, Blümchen, Schleifen etc. zur Deko

(*) Ich verwende hier ein Rüschenband. Für Spitze gibt es weiter unten noch Tipps!

Maße:

Als erstes messt ihr euren Handgelenksumfang (bei mir ca. 15cm). Das Gummiband soll später angenehm um euer Handgelenk sitzen, und wird daher auf Handgelenksumfang + Nahtzugabe abgeschnitten (in meinem Fall ca. 15cm + 2cm).
Die Rüschen oder Spitze sollen schön "gerüscht" sein, daher nehmen wir mehr als das doppelte des Handgelenksumfangs + großzügige Nahzugabe (in meinem Fall ca. 36cm). Dieselbe Länge bekommt auch das Satinband.

Bei diesen Wrist Cuffs übernimmt das Gummiband das "Rüschen", man muss also eigentlich alles nur zusammennähen! Und so wird's gemacht.

1. Spitze oder Rüschen zusammennähen

In meinem Fall habe ich nur ein besticktes Rüschenband zur Verfügung gehabt. Die klassischen Wrist Cuffs haben meistens einen breiteren Teil der zu den Fingersitzen zeigt und einen schmäleren Teil der zum Handgelenk zeigt. Um diesen Effekt zu erzielen habe ich in meinem Fall drei Reihen Rüschenband einfach der Länge nach zusammengenäht. Improvisation ist Alles! ^^"

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Je nachdem welches Material ihr zur Verfügung habt, könnt ihr z.B. mehrere Arten von Spitze kombinieren, oder nur ein einziges Material verwenden.

2. Satinband aufnähen

Das Satinband trennt das untere, schmälere Drittel von den zwei Dritteln, die zu den Fingerspitzen zeigen. Vor dem Annähen solltet ihr die Enden des Bandes kurz mit einem Feuerzeug abbrennen, damit es sich nicht auftrennt (fixieren mit Flüssigklebstoff oder Nagellack sollte auch funktionieren, ist aber mit der Gefahr von Flecken verbunden. Ich empfehle daher das Abbrennen, wenn das Material ein Kunststoff ist und leicht anschmilzt).

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Das Band soll als "Tunnel" für den Gummi dienen, dazu müsst ihr das Satinband knapp an der Kante entlang auf dem Rüschenband/der Spitze aufnähen. Stoppt die Naht jeweils etwa 0.5 - 1 cm vor den Enden. Das macht das Vernähen später um einiges leichter!

Tipp:

Wenn ihr mit dünner Spitze arbeitet, ist es wahrscheinlich besser ihr "unterstützt" den Tunnel für das Gummiband auf der Rückseite der Spitze mit einem schmalen Stoffstreifen (oder einfach einem weiteren Stück Satinband)

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3. Gummiband durchfädeln

Um das Gummiband leichter durch den schmalen "Tunnel" zu bekommen, gibt es zwei Tricks: Ich habe ein Stück Stickgarn durch ein Ende gestochen und festgeknüpft, und dieses dann mit einer langen (idealerweise Stumpfen) Nadel durchgezogen, und das Gummiband dann hinterher. Das Gummiband ist ja weniger als halb so kurz wie der "Tunnel", daher empfiehlt es sich das andere Ende zum Beispiel mit einer Stecknadel zu durchstechen, damit es nicht einfach durchrutscht.

Ich hab in meinem Fall das Gummiband überhaupt erst abgeschnitten, als ich mit diesem Schritt fertig war und die Nadel sozusagen als "Markierung" verwendet, wo ich abschneiden muss. Alternativ könnt ihr auch eine Sicherheitsnadel durch den Gummi stechen, auch diese ist beim Fädeln sehr hilfreich.

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4. Vernähen

Nun kommt der fummeligste Teil, das Zusammennähen des Gummibandes. Damit es auch wirklich fest zusammengenäht ist, würde ich diesen Schritt auf jeden Fall mit der Maschine machen, auch wenn es etwas umständlich ist. Eventuell könnt ihr das Band in der richtigen Länge mit ein paar Stichen per Hand fixieren bevor ihr es unter den Fuß der Maschine fummelt. ^_^

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Sobald das Gummiband vernäht ist, kommt die letzte Naht an die Reihe. Verteilt die Rüschen ein wenig entlang des Gummis. Wenn ihr wie empfohlen ein bisschen Platz für eine "Nahtzugabe" gelassen habt, als ihr das Satinband angenäht habt, merkt ihr, dass die Enden nun überlappen. Wenn man die Wrist Cuff nun umdreht, so dass die Innenseite außen ist, kann man leicht mit der Hand die beiden Kanten mit ein paar Stichen vernähen. Danach einfach wieder auf die richtige Seite "umstülpen". Das eine Ende des Satinbandes unter das andere schieben und das freie Ende auch mit ein paar Stichen fixieren.

Macht euch keine Sorgen, falls diese Naht nicht besonders schön ist. Sobald alles fertig vernäht ist, liegt alles in Falten bzw. Rüschen, so dass man die Naht gar nicht mehr wirklich sieht (ich hatte im ersten Moment sogar Schwierigkeiten, sie überhaupt wiederzufinden!).

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5. Zusatz: Deko

Die Basis für Wrist Cuffs habt ihr somit schon fertig! Nun könnt ihr sie noch nach Belieben dekorieren. Ich habe aus dem Satinband kleine Schleifen genäht und diese mit einem kleinen Herz zusammen aufgenäht.

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So eine Schleife könnt ihr ganz einfach aus zwei Stücken Satinband bilden. Zuerst schneidet ihr ein Stück mit geraden Enden ab (abbrennen nicht vergessen!). Die Enden vernäht ihr, so dass ihr einen "Ring" bzw. eine Schlaufe bekommt. Dies wird der obere Teil der Schleife.
Für die unteren Enden schneidet ihr noch ein Stück Satinband ab, die Enden dabei im 45° Winkel satt gerade. Beide Enden müssen im selben Winkel abgeschnitten werden (und wieder abgebrannt werden, hier ist es besonders wichtig!).
Dieses Stück Band faltet ihr einmal in der Mitte um 90° so dass ihr ein "V" bekommt. Die Schlaufe wird nun oben auf das V aufgenäht und ein bisschen gerafft, und das Ganze auf die Wrist Cuffs genäht. Die Mitte sieht nicht besonders schön aus, deswegen bietet sie sich für ein kleines Deko-Accessoire wie eine Perle, ein Blümchen o.Ä. an.
Wollt ihr eine einfache, normale Schleife, könnt ihr vor dem Annähen stattdessen ein weiteres Stück Satinband (evtl. einmal gefaltet auf die halbe Breite) um die Mitte wickeln.

Und damit habt ihr eure Wrist Cuffs! Ich hoffe das Tutorial war euch eine Hilfe und hat euch gefallen. ^_^


Kategorien: Nähanleitung Accessoire